Wer auch in der kalten Jahreszeit auf sein Marmeladenbrot nicht verzichten möchte oder noch ein passendes Weihnachtsgeschenk für seine Liebsten sucht, der kann sich an selbst gemachter Marmelade versuchen. Ob zum eigenen Verzehr oder als (ge)schmackvolles Präsent - der fruchtige Aufstrich ist besonders im Winter ein Hochgenuss für alle Naschkatzen.
Bevor das muntere Kochen am Herd in der Küche beginnt, müssen zuerst einmal die Zutaten gekauft werden. Für die Weihnachtsmarmelade benötigt man eine ganze Ananas (ca. 800 Gramm), ein Kilo Orangen, ein Kilo Mandarinen, 100 Gramm Wallnüsse, Rum und anderthalb Kilo Gelierzucker (Verhältnis 1:1).
Zuerst einmal muss die Ananas gründlich geschält werden, danach schneidet man sie in zwei Hälften und entfernt den harten Innenkern. Danach muss fas Fruchtfleisch in kleine Stückchen geschnitten werden, anschließend kann man die Orangen und Mandarinen schälen. Bei den Orangen empfiehlt es sich, noch zusätzlich die pelzige Haut zu entfernen, indem man die Frucht einfach filetiert. Bei den Mandarinen reicht es vollkommen aus, wenn alle Fäden entfernt werden. Danach werden die Früchte ebenfalls in kleine Stückchen geschnitten. Anschließend hackt man die Walnüsse grob klein und wiegt die Masse zusammen mit der Ananas, den Orangen und den Mandarinen, um das Verhältnis des Gelierzuckers zu den Früchten noch einmal zu überprüfen.
Die Früchte und die Walnüsse werden nun in einen großen Topf gegeben, mit dem Gelierzucker bestreut und über Nacht stehen gelassen, damit die Masse gut durchziehen kann. Am nächsten Tag wird der Fruchtbrei so lange gekocht, bis die Gelierprobe (etwas Flüssigkeit mit einem Teelöffel auf einen Teller geben und warten, ob die Masse abhärtet) gelingt - in der Regel nach 20 Minuten, das hängt allerdings vom jeweiligen Herd ab. Alternativ dazu kann man auch eine halbe Flasche mit flüssigem Geliermittel nach fünf Minuten Kochzeit unter die Menge heben, um den Prozess zu verkürzen. Normalerweise müsste die Marmelade dann schon nach weiteren fünf Minuten fertig sein, wenn man die Fruchtmasse noch einmal aufkocht.
Ist die Marmelade fertig, wird der Topf von der Kochstelle genommen. Danach wird ein guter Schuss Rum unter die Menge gerührt (kann nach Belieben mehr oder weniger sein), danach wird der Fruchtbrei sofort in sterile Gläser (schützen vor Schimmelbefall) abgefüllt und verschlossen. Durch die heißen Dämpfe wird die Marmelade hermetisch abgeriegelt und vor dem Angriff von Bakterien geschützt. Ist die Masse erkaltet, können die einzelnen Gläser noch beschriftet und schön verpackt werden, damit sie zu Weihnachten verschenkt werden können und den Beschenkten große Freude bereiten.