Nudelgerichte

Tortelini

Angeblich in der Formgebung dem Bauchnabel der Göttin Venus (Göttin der Liebe) nachempfunden treten sie als traditionelle Bologneser Spezialität seit 1974 als Eintrag im dortigen Handelsregister auf. Auch ihre historische Zubereitungsart als typisches Sonntagsgericht, nämlich Tortelini in Fleischbrühe, ist dort festgelegt. Tortelini, die bauchnabelförmigen gefüllten Nudeln, stammen aus Italien. 'Tortelini ' beschreibt sprachlich die Verkleinerung von 'Tortello', der gefüllten Nudel, dem Pastetchen, des kleinen Kuchens. 'Tortellino' meint exakt die kleinen, mit Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllten Ringe aus Nudelteig. Ähnlich wie ihre Verwandeten die Raviolis. Tortelini lassen geschmacklich und in ihren vielseitigen Genießermöglichkeiten fast keine Wünsche offen. Ihre besondere Erscheinungsform unterscheidet sie deutlich von allen anderen Nudelarten. Dank ihres deutlichen Wiedererkennungseffektes sind sie in trockener Form leicht im Regal des Anbieters oder auch frisch in dessen Kühlregal zu finden. Ausgesprochen unkompliziert in der Zubereitungsart gart man sie in heißem, salzhaltigem Wasser und folgt damit der Anleitung des Herstellers. Trockene Tortelini benötigen etwas mehr Zeit als frische. Hinsichtlich der Gemüsefüllung, die häufig aus Spinat besteht, werden sie mit einer Parmesan-Sahne-Soße zu einem leckeren Gericht auch für Vegetarier, die ihre Soße zusätzlich gerne mit gerösteten Pinienkernen anreichern. Tortelini als typisches italienisches Sonntagsgericht sind wohl meist mit Fleisch gefüllt. Der Tradition nach mit Hühnchenfleisch, Kalb- oder auch Schweinefleisch. Mitunter auch Mortadella. Tortelini werten auch die typische Minestrone auf oder lassen andere Suppen, wie zum Beispiel eine herzhafte Rindfleischsuppe, nicht nur zum Gaumenschmaus sondern zur Augenweide werden. Sie halten sich ausgesprochen gerne in Sahnesaucen auf, die mit Erbsen, gekochtem Schinken und Champignons angereichert sind. Bedeckt mit reichlich geriebenem Parmesankäse und einem kleinen Beilagensalat fehlt nichts mehr. Bis auf den typischen italienischen Wein.