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Suppen und Eintöpfe

Bei der Vielfalt an Suppen kann man sich kaum vorstellen, dass es Menschen wie den Suppenkaspar geben soll, die keine Suppe essen. Gerade bei der Zubereitung von Suppen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und eine Suppe nach jedem Geschmack zaubern. Von der nahrhaften Hühnerbrühe zur Stärkung bis hin zur Festtagssuppe mit Sahnehäubchen bietet sich ein immenses Repertoire an Rezepten. Wird die Suppe in der westlichen Welt hauptsächlich als Vorspeise serviert (abgesehen von der eher deftigen Gulaschsuppe als Mitternachtssnack), so stellt sie in Asien oft auch eine Hauptmahlzeit dar. Dazu werden Reis- oder Eiernudeln in großen dampfenden Schüsseln mit Suppe und verschiedenem Gemüse und Fleisch oder Fisch serviert.

Wir Europäer sind es gewöhnt, die Suppe zu löffeln, während man in Asien seine Suppe schlürft und die Einlage mit Essstäbchen verzehrt. Besonders beliebt sind Suppen in der kalten Jahreszeit, da sie von innen wärmen - genau das Richtige für einen kalten düsteren Winterabend. In heißen Ländern sind Suppen ebenfalls sehr beliebt, sie werden jedoch oft kalt gegessen. Ein Bespiel hierfür ist Gazpacho, eine andalusische Suppe aus pürierten Tomaten, Paprika und Gurke. Eine heiße Vertreterin ist die allseits beliebte Minestrone, eine Tomaten-Gemüsesuppe aus dem warmen Italien.

Grundsätzlich kann man Suppen in klare Suppen mit Einlage und gebundene Suppen unterteilen.
Eine typische klare Suppe ist die Rindsuppe, bei der Rinderknochen mit Suppengrün und etwas Gemüse gekocht werden. Für die schnelle Küche sind allerdings auch Fertigbouillons für Rind- oder Gemüsesuppe als Pulver erhältlich. Je nach Geschmack kann man die Suppeneinlage variieren: Nudeln, Croutons, Reis, Leber-, Gries- oder Semmelknödel, Fritatten - die Fantasie kennt keine Grenzen.

Gebundene Suppen bestehen meist aus gekochtem Gemüse, das anschließend püriert und mit Milch, saurem Rahm oder Sahne aufgegossen wird.
Im Herbst, wenn die Kürbisernte zu Ende ist, kann man traumhafte Kürbissuppen kreieren. Hierfür bieten sich besonders süßlich-nussige Kürbissorten wie der Hokkaidokürbis an. Die Suppe kann mit Kürbiskernöl, gehackten Kürbiskernen und Sahne verfeinert werden. Eine besondere Note erhält die Kürbissuppe durch Beigabe von etwas Curry und frischem Ingwer.

Mit einer ausgefallenen Suppe kann man immer bei seinen Gästen punkten. Fast alle Gemüse- und Fleischsorten lassen sich zu einer schmackhaften Suppe verarbeiten und mit etwas Erfindungsreichtum und Abenteuerlust veredeln. So entstanden überaus wohlschmeckende Suppen aus Bananen und Curry sowie die Kombination aus Karotten und Orangen, die übrigens ausgesprochen harmoniert.
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