Über Geschirr
Das Essgeschirr bzw. –porzellan hat sich in Europa erst ab dem 16. Jh. etabliert. Bis dahin war das Geschirr auf dem Tisch aus Zinn und anderen Metallen den vornehmen Bevölkerungsschichten vorbehalten. Das einfache Volk hatte Brotscheiben als Speiseunterlage oder aß am Tisch gemeinsam aus einem Topf. Porzellan, das auch gern immer wieder als weißes Gold bezeichnet wird, besteht aus den drei Grundstoffen Kaolin, Feldspat und Quarz und trägt in guter Verarbeitung seinen Namen zu Recht. Das Porzellan kann sehr fein gearbeitet werden, so dass es dann durchscheinend und zart wirkt und auch eine perfekte Tischdekoration möglich macht. Einen weiteren Unterschied zwischen günstigem und hochwertigem Porzellan macht das Dekor aus, das dann entweder sehr preiswert maschinell auf das Geschirr aufgebracht wurde oder aber eben in Handarbeit der Verzierung des Porzellans wegen zweitaufwendig auf die einzelnen Stücke aufgemalt wurde. Beim maschinell bemalten Geschirr sollte man schon beim Kauf berücksichtigen, ob das Geschirr später in der Spülmaschine gereinigt werden soll, denn dann muss die Bemalung unter der Glasur aufgebracht sein, um so spülmaschinenfest zu sein. Eine Auszeichnung als spülmaschinengeeignet, was dann langfristige Spuren am Dekor unvermeidbar macht, ist zu unterscheiden von der Spülmaschinenfestigkeit, bei der das Dekor auch nach vielen Spülmaschinengängen noch intakt ist. Auch im Gebrauch als Geschirr ist häufig Steingut, das in seiner Herstellung recht kostengünstig und einfach ist und daher gern verwendet wird. Allerdings sollte man bei der Verwendung von Steingutgeschirr auf die Herkunft achten, denn in vielen Ländern ist die bleihaltige Glasur von Steingut erlaubt. Das Steingut als Urlaubssouvenir sollte also niemals direkt mit Speisen in Kontakt kommen.