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Diät-Mythen
Nun ist es wieder soweit: der Sommer ist da und die meisten Menschen freuen sich über längere Tage und warme Temperaturen. Menschen mit Figurproblemen sind hingegen weniger erfreut darüber, dass sie ihre Speckröllchen in dieser Jahreszeit nicht hinter dicken Mänteln und Pullovern verstecken können. Viele Bundesbürger scheuen im Sommer den Gang ins Freibad und sind mit ihrer Figur unzufrieden. Laut einer Forsa-Umfrage haben sich auch für dieses Jahr mehr als 30 Prozent der Bundesbürger vorgenommen, nun endlich die überflüssigen Pfunde loszuwerden.
Diäten haben keine Langzeitwirkung
Jahr für Jahr starten viele Deutsche mit dem gleichen Vorsatz ins neue Jahr: Nun wird endlich abgespeckt! Und Jahr für Jahr erschienen neue Schlankheitskuren und Diäten, die innerhalb kurzer Zeit großartige Erfolge versprechen. Dass es utopisch und ungesund ist, in zwei Wochen acht Kilo abzunehmen, haben die meisten Menschen inzwischen begriffen. Konzepte wie Schlank im Schlaf oder Weight Watchers setzen schon eher an der Realität an, in dem sie eine langfristige Ernährungsumstellung anregen. Ernährungsexperten raten von kurzfristigen Diäten ab, da sie zwar schnelle Erfolge bringen, mit denen jedoch meist der berühmte „Jojo-Effekt“ einhergeht. Wer abnehmen und sein Gewicht halten will, sollte seine Ernährung langfristig umstellen. Lange hielt sich das Gerücht, dass radikale Diäten den größten Abnehmerfolg bewirken. Ernährungsexperten halten es jedoch für sinnvoller, sich ab und zu auch etwas zu gönnen. Wer ab und zu ein Stück Sahnetorte isst oder ein Glas Wein trinkt, der sollte diese Kalorien an anderer Stelle einsparen.
Wer hungert, wird nicht schlank
Eines der gängigsten Diät-Irrtümer: weniger Essen macht schlank. Doch nach neuesten Erkenntnissen ist weniger die Menge der Nahrung entscheidend, sondern vielmehr was gegessen wird. Nur wer beim Essen satt wird, kann eine langfristige Ernährungsumstellung durchhalten und fühlt sich wohl dabei. Bei Nahrungsmitteln kommt es nach neuesten Erkenntnissen vor allem auf die Lebensmitteldichte an. So haben Nudeln beispielsweise doppelt so viele Kalorien wie Kartoffeln. In einer Studie konnte herausgefunden werden, dass Personen von beiden Lebensmitteln etwa gleich viel essen, bis sie satt sind, obwohl sich die Kalorienmenge stark unterscheidet.
Brot nur dünn belegen ist falsch
Lange Zeit heiß es, dass Brot nur wenig Belag enthalten sollte, weil dadurch Kalorien gespart werden können. Ernährungsexperten raten jedoch heute zu mehr Belag auf dünneren Scheiben, denn Brot hat eine sehr hohe Energiedichte. So hat beispielsweise ein Vollkornbrötchen mehr Kalorien als die gleiche Menge Bratkartoffeln. Um abzunehmen, sollten Brotscheiben deswegen dünner geschnitten und mit ein bis zwei kalorienarmen Belägen verzehrt werden.
Frühstück ist am wichtigsten
Ein besonders hartnäckiger Irrtum weist das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages aus. Ein ausgiebiges Frühstück würde den Stoffwechsel in Schwung bringen. Wer nicht ausreichend frühstückt, schadet damit seiner Figur, hieß es lange. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen hat das Frühstück wenig Einfluss auf die folgenden Mahlzeiten. Wer weniger frühstückt, schlägt aber nicht zwangsläufig bei späteren Mahlzeiten doppelt zu. Ratsam ist es nach Meinung von Experten eher, bereits beim Frühstücken einige Kalorien einzusparen: Besser Obst und Magerquark als Cornflakes und Toast. Wer morgens nicht viel herunter bekommt, sollte sich auch nicht dazu zwingen.